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Oberbürgermeister Dirk Elbers und der  heimische Bundestagsabgeordnete  Thomas Jarzombek kamen an vielen  Tischen ins Gespräch. Beide genossen  sichtlich die gute Stimmung. Am Tisch  des CDU Ortsverbandes nahmen beide  nach ihrem Rundgang und der Eröffnung  Platz. Bei einem Glas Alt freuten sie sich  zusammen mit   Ratsfrau Ruth Decker und den Gästen über einen gelungenen Tag. Ein Ohne die Zuschüsse der Stadt und der  Bezirksvertretung von 3.000 Euro und die  Spenden von 200 Euro pro Angermunder  Verein, wäre diese Tag so nicht möglich  gewesen. Darüber wird für mich etwas zu  wenig gesprochen.   Bis spät in die Nacht wurde bei  hervorragender Musik gefeiert. Da gilt der  Dank auch den Anwohnern an der Graf-Engelbert-Straße, die (mal  wieder) starke Nerven bewiesen haben.    Karl-Heinrich Brockerhoff gehörte 1988 auch  schon zum Programm. Wenn er von den  wenigen "Ur-Angermundern" in einem  Zeitungsinterview spricht, fühle ich mich als  solcher schon mit 30 verdammt alt. Aber nur  kurz. Tatsächlich ist es ein gutes Gefühl, dass  ich mich in der Stadt meiner Vorfahren  engagieren und leben darf. Ich bin schon  etwas stolz, wenn ich die Kopie der  Bruderschaftsfahne  meines  Urgroßvaters, Leonhard Löhrer während  des Schützenfestes über dem  Kreisverkehr flattern sehe und mit den  Fahnenschwenkern vorbeimarschiere.     Für mich bleiben von diesem Tag viele  schöne  Erinnerungen, aber auch der Wunsch,  dass die Angermunder Vereine sich  wieder stärker auf das Miteinander  konzentrieren. Das hat bei diesem Fest  ganz gut funktioniert. Wir können als  kleiner Stadtteil stolz auf unsere  Tradition, unsere liebenswerten  Eigenarten und eine große Geschichte  sein. Wenn wir aber auch bis 2038 zum 850. Geburtstag unserer  Stadt und Freyheit, Begeisterung für dieses Erbe erhalten wollen,  müssen wir daran mit allen Kräften arbeiten. Dazu gehört es auch,  dass ein Zusammengehörigkeitsgefühl gelebt wird.  Was mir nach diesem Fest noch deutlicher geworden ist, sagt ein  Text von Heribert Müller: "(…) Ich denk em Heeze stell, wat ich dich noch sage well ich hann dich jehn minn Heimat Angermonk   ich hann dich jehn minn Heimat Angermonk."   Text und Bilder: Tim Küsters
825 Jahre Angermund
825 Jahre und kein bisschen leise - ein neues "Wir"?   Jahrbuch des Angermunder  Kulturkreises - Band 10 - 1989.   Das graue Buch fällt bei mir schon etwas  auseinander. In diesem Band wird über  das Fest 800 Jahre erste urkundliche  Erwähnung der Stadt und Freyheit  Angermund berichtet.   Damals gab es  unter anderem ein  dreitägiges Straßenfest vom 03.- 05.  Juni 1988. 1988 war ich fünf Jahre alt und erinnere mich vor allem  an den historischen Festzug, die  Nachtwächter und Handwerker. Wenn ich durch die Bilder von 1988 blättere,  erkenne ich viele Angermunder wieder.  Viele sind mit der Stadt reifer geworden,  manche sind schon verstorben. Mit  einem Handwerkermarkt, eigenen  Poststempeln und einem dreitägigen  Programm war das damals schon eine  große Leistung. Der Aufwand, gerade die  historische Perspektive zu beleuchten, war sicherlich auch der noch  nicht ganz überwundenen  Eingemeindung geschuldet. Heute wäre  es wahrscheinlich nicht mehr denkbar,  dass beispielsweise in der Kellnerei Graf  Engelbert von Berg Hof halten würde.  Die Tochter einer Freundin ist heute fünf Jahre alt. Ich frage mich, woran Julia  sich 2038 erinnern  wird, wenn sie dann überhaupt noch in  Angermund wohnen wird. Julia wird sich  vielleicht an das Kinderschminken und die  Spiele im Garten des Bürgerhauses erinnern.  Gudrun Olbertz und ihre Töchter waren beim  Schminken und beim Pille-Angeln umlagert.  Regenbogen, Katzengesichter, Schmetterlinge  und viele andere Motive verschönerten  lachende Kindergesichter an diesem sonnigen  Tag. Das Bürgerhaus war voll von bunten von  Kindern gemalten Bildern. Sie zeigen uns, "Wie  Kinder Angermund sehen".    Vielleicht erinnert sich Julia aber auch an die reich gedeckten  Tische, die große Bühne vor der Kirche und die Menschen. Oder,  wie Oberbürgermeister Dirk Elbers mit ihr am Stand des  katholischen Kindergartens gemalt hat. Ich  wünsche ihr, dass sie sich an diesen schönen  Tag gerne erinnert.  Die längste Tafel von Angermund am 06. Juli  2013 zum 825. Geburtstag unserer Rosenstadt  hatte einen ganz anderen Charakter als die  Feier von 1988. Aber: An 120 Tischen und auf  der ganzen Graf-Engelbert-Straße hatten über  1.000 Besucher einen schönen Nachmittag und  Abend. Da fanden sich Tische von Vereinen,  Parteien und Bürgerinitiativen, aber auch von  Nachbarn und Freundeskreisen. Jeder Tisch hatte sein liebevolles  Detail. Überall gab es gute Gespräche - und natürlich gutes Essen  und Getränke. Und darum ging es bei diesem Fest; um die  Gemeinschaft. 
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825 Jahre Angermund