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fränkischen Staatsgebiet. Später wurde die Anger durch zahlreiche Rittersitze abgesichert. Die drei erhaltenen Rittersitze Haus zum Haus”, “Gräfgenstein” und “Haus Anger” dienten von nun an auch der Sicherung der Handelswege und der Angerübergänge. Außerdem entstanden viele Mühlen an der Anger. Im Angertal soll sich der Wald so natürlich wie möglich entwickeln. Dazu gehört, dass hier möglichst viele Bäume eines “natürlichen Todes” sterben dürfen. Umgestürzte Bäume sowie alte Bäume mit Totholz in der Krone bleiben im Wald stehen, sofern sie keine Gefahr darstellen. Diese “Biotopbäume” bieten unzähligen  Tierarten Lebensraum und  Nahrungsmöglichkeiten. Der  überwiegende teil der etwa 1000  europäischen Wespen und Bienenarten ist  beispielsweise auf  Alt- und Totholz  angewiesen. Grasfrosch, Erdkröte, Molch  und Feuersalamander überwintern  überwiegend unter totem Holz im Wald.  Zahlreiche Insekten und Pilze haben sich  auf die Zersetzung von Alt- und Totholz  spezialisiert.  An den Hängen im Angertal ist die Buche die vorherrschende  Baumart. Buchenwäler gehören zu den  bedeutendsten Ökosystemen in Europa  und stehen deshalb unter besonderem  Schutz. Deutschland liegt im Zentrum der  weltweiten Verbreitung der Buche und  trägt somit eine globale Verantwortung für  den Schutz der Buchenwälder. Die Buche kann 300 Jahre alt werden. Erst mit etwa 60 Jahren  beginnt sie zu blühen und zu fruchten. Ihre Früchte, die  Bucheckern, werden von zahlreichen Tieren wie Eichhörnchen,  Siebenschläfer, Wald- und Feldmaus als Wintervorrat gesammelt.  Bitte beachten Sie: Das Naturschutzgebiet darf von Ihnen und Ihrem Hund nur auf  den Wegen betreten werden um die empfindliche Natur nicht zu  schädigen.  Die meisten Flächen im Angertal befinden sich zudem in  Privatbesitz.  Hunde lösen durch ihre Anwesenheit und ihren Geruch bei  wildlebenden Tieren eine natürliche Fluchtreaktion aus. Lassen Sie  Ihren Hund bitte an der Leine und niemals außerhalb der Wege  laufen. 
Das Angertal
Das Naturschutzgebiet Angertal erstreckt  sich von der Auermühle in Ratingen bis zur  östlichen Gemeindegrenze in Heiligenhaus.  In diesem Naturschutzgebiet wechseln sich  Wälder und Wiesen ab, die mal mehr und  mal weniger feucht  und blütenreich sind.  Kühl und schattig plätschert der Angerbach  durch feuchte Auenwälder, die  vor allem im  Frühjahr reich an  Blüten sind.  Viele, zum Teil auf  der roten Liste  stehende Tiere und Pflanzen, sind im  Angertal heimisch. So kann man den  Eisvogel, die Wasseramsel oder auch die  Gebirgsstelze hier antreffen.  Auch Amphibien, wie Feuersalamander, Bergmolch oder die Ringelnatter fühlen sich im Angertal heimisch. Auf der Kuppe einer Wiese sehen wir die  Skulptur "Mann im Hirschgeweih" von  Stephan Balkenhol, die Teil des im  Rahmen der EUROGA 2002 plus  angelegten Kunstwegs "Skulpturale  Erscheinungen" ist.  Mitten durch das Angertal fährt die  Angerbahn, auch Kalkbahn genannt, Über  14 Brücken und Unterführungen bringt sie  seit 1903 Kalk über die 17 Km lange  Strecke von Wülfrath nach Ratingen.  Täglich fahren hier etwa 300 Güterwagons.  Wurden Anfänglich auch noch Personen  befördert, stellte man 1952 den  Personenverkehr ein. Heute finden in unregelmäßigen Abständen  auch mal Sonderfahrten mit Personen statt,  meist historische Züge,  teils  dampflokbetrieben.  Im 7. und 8. Jahrhundert war das  Angerland Grenzland zwischen Franken  und Sachsen. Die Franken bauten  Wallburgen um das Grenzland zu  schützen. Die Burgen “Zum Haus” und “Haus Anger” könnten zu  dieser Zeit errichtet worden sein. Karl der Große machte 805 das Angerland endgültig zum
Busch im Angertal Brücke über die Anger im Angertal Umgestürzter Baum über die Anger im Angertal Angermühle Haus Anger Angerbahn (Kalkbahn) Baum mit Pilzen Angertal Anger im Angertal Mann im Hirschgeweih Angermühle
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