Historie
Historie
Die erste urkundliche Erwähnung Angermunds erfolgte bereits 1188 unter dem Namen castrum Angermund et curiam. Seine Freiheit bekam Angermund um 1423. Graf Engelbert ist der Wappen-Patron der alten Stadt und Freyheit Angermund. Graf Engelbert II. von Berg (1185-1225), 1216 als Engelbert I. zum Erzbischof von Köln geweiht, ist Reichsverweser Kaiser Friedrichs II. und Vormund von dessen Sohn Heinrich VII, den er 1222 in Aachen zum Kaiser krönt. Am 7.November 1225 wird Engelbert von seinem Neffen Friedrich von Isenburg ermordet. Sein Erbe fiel an seine Nichte Irmgard. Ihr Enkel, Graf Adolf V, war der Sieger um die Schlacht bei Worringen 1288 gegen den Kölner Erzbischof. Annette von Droste-Hülshoff, Dichterin der Romantik, erzählt das traurige Ende von Engelbert in einer 1841 veröffentlichten Ballade. Als die Neandertaler vor rund 40.000 Jahren in der niederrheinischen Ebene der Jagt nachgingen, werden sie sicher auch die Gegend um das heutige Angermund gestreift haben. Feste Wohnplätze gab es hier aber frühestens in der Bronzezeit, vielleicht 500 Jahre v. Chr. Denkbar, daß an dem günstig gelegenen, etwas erhöhtem Platz zwischen Anger und Dickelsbach, schon Kelten siedelten und Römer einen vorgeschobenen Wachposten hatten. Ziemlich sicher aber dürfte sein, daß ab Mitte des 1. Jahrtausend hier die Franken einen Hof anlegten, der schließlich zur “Motte” wurde ( von franz. “mont” = Berg, Hügel ), d.h. zu einem Herrensitz ausgebaut wurde. Der Ortsname leitet sich wahrscheinlich aus Anger und “munt” ab, was Schutz oder Burg an der Anger bedeutet. Der hohe Burgfried der Burg wurde 1715 abgetragen. Es hieß, damit er durchziehenden Soldaten keinen Blickfang bietet . Bis dahin hatten im Turm Folterungen und Hinrichtungen stattgefunden. Auch Hexen wurden in Angermund zu Geständnissen gezwungen. 1665/66 wütete die Pest in Angermund. In Folge wurde die Rochuskapelle ( Schutzheiliger der Seuchenkranken ) an der Rahmer
Straße errichtet. Adolf V. erhob Ratingen ( 1276) und Düsseldorf (1288) zur Stadt. Düsseldorf wurde zum Verwaltungssitz für die Grafschaft Berg ( erst später Herzogtum und vereinigt mit Jülich-Kleve ). Damit verlor Angermund seine politische Bedeutung für die gesamte Grafschaft Berg. Das Angermunder Schloss diente aber häufig dem Aufenthalt der gräflichen Familie, auch der Witwe des 1348 verstorbenen Adolf VI.. Verwaltungssitz für das Amt Angermund, das größte der 8 bergischen Hauptämter ( von Mühlheim bis Rath ) blieb aber im Schloss Angermund. Von Angermund aus wurden Steuern eingetrieben, Naturalabgaben eingelagert, hier war das Zentrum des “Wildgestüts Angermund” und das Jagdschloss des Landesherren. Der Begriff Kellnerei geht zurück auf “cellenarius” = Verwalter der fürstlichen Güter. Die viel erhaltenen Rentenbücher und Steuerunterlagen geben uns einen tiefen Einblick in die damaligen Vermögens und Lebensverhältnisse. Der Angermunder Amtmann hatte mindestens bis 1370 den Vorsitz in der Düsseldorfer Gerichtsbarkeit und das Hauptgericht Kreuzberg blieb ebenfalls innerhalb des Amtes Angermund. An der Burgmauer ist ein Kriegerdenkmal zu sehen. Seine Inschrift lautet: 1914      1918 UNSEREN GEFALLENEN HELDEN AUS GROSSER ZEIT STADT ANGERMUND Es wurde von dem Düsseldorfer Bildhauer Carl Georg Alfred Stumpp geschaffen und zeigt den Heiligen Roland. Der Name bedeutet: Der ruhmreiche Kühne (althochdt.) mehr lesen...
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