Die Wolff`sche Mühle Start Gästebuch Infos Rundgang Gastronomie Events Intern
Damals trieb ein Mühlrad den Mahlstein  der Mühle an die das Mehl für das  Backhaus herstellte. Der Mühlenpächter war nicht nur für den  Betrieb seiner Mühle verantwortlich,.  sondern war auch  für den Angerbach, den Buschgraben   ( Rahmer Bach ) und den Brandgraben  mitverantwortlich. Zweimal wöchentlich  war an der Anger “ am Tapp “ - wie man es da nannte - das Schütt hochzuziehen,  damit auch die  Rahmer   Getreide-Mahlmühlen des Grafen von Spee  genügend Wasser hatten. Später kam noch eine Papiermühle zum  Betrieb.  Im Jahre 1949 übernahmen Josef und Maria Wolff den Betrieb, der seit 1832 in Familienbesitz ist. Ab den 50er Jahren baute Josef Wolff den Betrieb kontinuierlich aus, es kamen Wohnungen hinzu und die Bäckerei wurde erneuert. Die technisierung der Zeit brachte es mit sich daß die Mühle, die von der Anger angetrieben wurde außer Betrieb genommen wurde.So entfernte man 1928 die Mühlenräder und eine Turbine wurde eingebaut. Im 2. Weltkrieg wurde durch Luftminen, Brandbomben und Artellerie- Beschuß auch in Angermund manches zerstört, so auch in der Mühle. Aus Hochwasserschutzgründen wurde das Stauwehr und die Turbine nach langer Planung im April 2013 entfernt und bis Juli 2014 umgebaut. Mit diesem Umbau folgte man EG-Richtlinien die besagen daß die natürliche Funktionsfähigkeit der Fließgewässerlebensräume in erster Linie durch Erhalt und Wiederherstellung frei fließender Strecken zu sichern” sei. Wie sein Vater Josef ist auch Ferdi(nand)  Wolff, der den väterlichen Betrieb geerbt  hat, eine feste Größe im Angermunder  Kulturleben und fest mit den Traditionen  verankert. So war er es auch der die  Meinung vertrat, das Tradition bleiben muß  und bestellte schon rechtzeitig bei einem  bayrischen Mühlenbauer ein neues Mühlrad.  Dieses steht jetzt allerdings nicht mehr direkt im Angerlauf, sondern wurde seitlich montiert und dreht sich via Wasserkraft die durch Strom erzeugt wird. s/w-Bilder und historische HG-Informationen aus dem “Jahrbuch des Angermunder  Kulturkreises” Band 5 und aus dem Buch “800 Jahre Angermunder Land und Leute” von  Heinz Schmitz  
Die Wollf`sche Mühle Angerstauwehr
Als “Dötz”, also als Kinder, sind wir oft  vom Sportplatz durch die Gasse an der  Wolff`schen Bäckerei gegangen um den  Weg nach Hause über den damals noch  vorhandenen “schwarzen Weg” zu nehmen.  Oft wurden wir von Bäcker Wolff oder  dessen Gesellen, ich glaube er hieß Heinz,  zur Backstube gerufen und bekamen ein  “Krüstchen” in die Hand gedrückt.  Krüstchen sind die  abgeschnittenen  Ränder von Blechkuchen - und wir Kinder  liebten das. Meist waren die Krüstchen noch warm und  rochen so gut und schmeckten so lecker... - ich habe heute noch den Geruch in der  Nase. Manchmal fragten wir  zaghaft nach ob ein Krüstchen für uns da bereit lag  - und wir bekamen immer eines.  Auch an den Brotwagen vom “Mühle Jupp” kann ich  mich noch gut erinnern.  Wenigstens einmal in der  Woche kam er, genauso wie  der Fischwagen oder der  Milchwagen, und brachte frisches Brot zu  den Leuten nach Hause. Der Lieferservice der Händler war  gleichzeitig auch Nachrichtenbörse, man  erfuhr von den  Händlern immer das neues aus dem Dorf.  Der Milchwagen stellte 1970 seinen  Lieferservice ein, 1978 wurde dann auch  die Hauslieferung vom “Mühle Jupp”   eingestellt. Wenn wir dann über die  Angerbrücke mit dem Stauwehr kamen ließen wir  manchmal ein Papierschiffchen von der einen Seite  ins Wasser fallen und schauten dann auf der  Wehrseite zu wie es sich verhielt - überwand es das  Wehr und schwamm die   Anger weiter hinunter oder wurde es vom Sog des Wassers gefangen und wirbelte solange hin- und her bis es versank. Überwand es das Wehr liefen wir schnell weiter um es zu begleiten bis es versank oder hinter der Brücke der Hauptstraße verschwand. Das Stauwehr wurde zusammen mit einer Mühle und einem Backhaus 1218 von Graf Engelbert von Berg in etwa Zeitgleich mit der Burg erbaut. Die Burg, mehrere Güter und die Mühle gehörten jahrhundertelang den Landesherren, den Grafen von Berg. Die Erbpachtmühle, so heißt es, war von Steuern, Real- und Personallasten befreit, doch die Pacht betrug im  17. Jahrhundert jährlich 108 Reichstaler und im 18. Jahrhundert  sogar 157 Reichstaler. Mit Einführung der französischen Municipalverfassung durch  Großherzog Joachim Murat, den Schwager Napoleons, endeten im  Jahr 1807 die Besitzrechte des Herzogtums Berg. 
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