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in der die Rheinlande in steter und  unwandelbarer Zugehörigkeit zu Deutschland  das geworden sind, was sie heute sind: „das stärkste Bollwerk des Deutschtums an  des Reiches Westgrenze, das Herz deutschen Wesens, deutschen  Strebens und deutscher Kultur, eine Vormacht deutschen Handels, deutschen  Gewerbefeißes, deutscher Industrie,  deutschen Verkehrs und deutschen Lebens.“ Deutsch bis ins Herz ist auch der Niederrhein  und die Bürgermeisterei Angermund stets  gewesen. Eine bodenständige Bevölkerung,  verwachsen mit der Natur, treu den Sitten der  Väter und dem Glauben, hat in der  Bürgermeisterei stets gewohnt und gewirkt.  Wenn es galt, für das große deutsche  Vaterland Opfer zubringen, so waren dazu die  Angermunder gerne bereit. Aus dem Dornröschenschlaf der ländlichen  Gemeinden wurde der Bezirk Angermund in  den letzten Jahrzehnten durch die von Norden  vordringende Industrie geweckt. Schwere  Aufgaben harrten der  Bürgermeisterverwaltung, und es  ist  Ehrenpflicht, zu erkennen, dass es der  Bürgermeisterverwaltung, an ihrer Spitze Herr  Bürgermeister Beck, vortrefflich gelang,  neuzeitliche Aufgaben zu meistern.
Volkszeitung August 1925, Seite 1
Der rheinischen Heimat als deutscher Erde soll  diese Ausgabe der Volkszeitung für die  Bürgermeisterei Angermund zu eigen sein,  unserer rheinischen Heimat, die in diesem  Sommer die tausenjährige Wiederkehr des  Tages begeht, seit dem sie ununterbrochen mit  Deutschland vereint ist.  Nicht als on die Rheinlande erst seit jenen  Tagen deutsch feiern, nicht als ob erst von da  an die Worte Ernst Moritz Arndts: „Der Rhein  Deutschlands Strom, aber nicht Deutschlands  Grenze“, Geltung hätten: Auch vorher schon waren beide Ufer des  Rheins, von altgermanischen Zeiten her von  Deutschen bewohnt, auch vorher schon bahnte  sich in diesen herrlichen Landen deutsches  Wesen und deutsche Kultur die Bahn zur Höhe,  wie die königliche Macht des deutschen  Rheinstromes durch Felsengebirge und seichte  Ebenen sich unwiderstehlich ihren Weg  erzwang. Aber nur allzu oft bildeten vor jenem  Zeitpunkte der Rhein und seine  Uferlandschaften den Zankapfel der  Nachbarvölker, den Preis politischer  dynastischer Handelsgeschäfte und Kämpfe;  nur allzu oft wechselte der Herrschaft über die  von Natur so gesegneten Aue, so dass wir  heute mit umso größerer Genugtuung auf die  tausendjährige Zeitspanne zurückblicken,
Eine geradezu ideale Mischung zwischen  Landwirtschaft und Industrie weist die  Bürgermeisterei auf. Der umsichtigen Leitung  des Herrn Bürgermeister Beck ist es mit zu  danken, dass Verkehrswege geschaffen,  Verkehrsverbindungen hergestellt, die  Versorgung mit Elektrizität und Leitungswasser in den meisten Gemeinden der  Bürgermeisterei ermöglicht wurde.  Es ist deshalb angebracht der erfolgreichen  Tätigkeit der Bürgermeisterverwaltung und des Bürgermeisters Beck, auch aus Anlaß der  Jahrtausendfeier zu gedenken. Vor einer neuen Blütezeit steht, das hoffen wir, auch die Bürgermeisterei, und wenn Recht und  Freiheit wieder im deutschen Land gilt, dann  wird die Einigkeit zwischen Verwaltung und  Bürgerschaft, das sich gegenseitige Verstehen  der Stände, das hoffen wir zu Gott, noch für  die Bürgermeisterei und ihre Bewohner gute  Tage bringen. So mögen diese Blätter mit Herold werden als  ein Ruf vom Rhein, vom schönsten deutschen  Strome, als den ihn unzählige Dichter priesen,  als ein stolzer und glückhafter Rück-, und  Ausblick in die Geschichte der  Bürgermeisterei, als Abbild deutschen  Werdens, in Singen und Klingen, in Sagen und  Wagen, in schwere zielbewusste Arbeit und  erfolgreiches Schaffen. 
Volkszeitung für die Bürgermeisterei Angermund 9. August 1925 Tausend Jahre Rhein und Reich Zur Jahrtausendfeier der Bürgermeisterei Angermund Reise in die Heimat Durch die hohen Sommertage führet mich mein Wanderschritt Und der Himmel und die Wolken und die Sonne wandern mit Die Kartoffelfelder blühen, hoch im Halm der Roggen steht, Gnadend über ihm ein Leuchten wie ein Odem Gottes weht Rade, Mohn und Königskerze blühn mir zu am Wegesrand Zwischen Gras und all die Blühten werf ich selig mich hinein. Dunkel raunt’s im Schoß der Erde, jubelfroh die Lerche singt; Werbend in mir Erd’ und Himmel glockenrauschend wiederklingt. Heimat, liebe Heimaterde, Acker, Wald und Wiesengrund, Haltet Seele mir und Sinnen und mein junges Herz gesund; Füllet mich mit Kraft und Güte, dass ich zwinge Tag und Not, und mir blüh’ ein Sonntagsfriede und ein gnadend Abendbrot. Wo ich wandre und auch weile, immer hält da eine Hand Voller Liebe mich und Treue an mein heimatliches Land. Und ich warte, und ich reife, wie ein Wunder steh’ ich da, Und die Erde und der Himmel und die Sonne sind mir nah! Wilhelm Lennemann
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