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Die evangelische Kirche in Wedau. ist wie die katholische in jüngster Zeit entstanden.  Auch hier war es der Opfersinn und Gemeindegeist  der Bewohner, die durch regen Fleiß nach Feierabend  sich selbst das Gotteshaus erbauten. Es war damals im katholischen wie im evangelischen  Lager ein Wetteifern, das ohne Reibungen oder  Spannungen hervorzurufen, so herrliches geschaffen  hat. Das evangelische Kirchlein, verbunden mit dem  Pfarrhaus, bildet eine Zierde der Siedlung.  Wirkungsvoll hebt sich der schmucke Bau von dem  Waldeshintergrund ab. Das grün ringsum und der  blaue Spiegel des Baggersees geben dem Gotteshaus eine stimmungsvolle Weihe, so recht geschaffen zur  Andacht.
Volkszeitung August 1925, Seite 3
Die Katholische Kirche in Buchholz Buchholz hat ein schönes Kirchlein, das leider  auf bessere Zeiten und auf Vollendung hofft. Die Buchholzer bauten sich ein kleines, aber  schmuckes Gotteshaus, das aber bald der  Entwicklung Buchholz und der dadurch  bedingten Zunahme der Seelen nicht mehr  Rechnung trug. Darum wurde die Kirche in Kreuzform erweitert  und angebaut. So entstand eine Kirche, die in  architektonischer und künstlerischer beziehung  ihre Wirkung nicht verfehlt.  Im inneren der Kirche geben die hohen Fenster  Licht und Wärme. Noch fehlt dem Gotteshaus  der Turm, das Wahrzeichen einer jeden Kirche.  Die Pläne sind fertig, aber die Schwierigkeiten  der Gegenwart erlauben der jungen  Kirchengemeinde es nicht ihre Hoffnungen und  Pläne zu verwirklichen. 
Die neue Kirche in Serm Das alte Serm – in einer Urkunde des Königs  Heinrich IV. vom 20. Dezember 1072 wird es  bereits als Gemeinde erwähnt – soll nun endlich  ein würdiges Gotteshaus erhalten. Mit regem  Fleiß ist die gesamte Bevölkerung dabei, an dem  Bau, der bereits bis zur hälfte vollendet ist,  mitzuarbeiten, mitzuhelfen. Die Arbeiten  schreiten schnell vorwärts, und wenn der Eifer  nicht erlahmt, steht zu erwarten, dass das  Kirchlein im Herbst noch unter Dach und Fach  kommt.  Baukünstlerisch verspricht die Kirche ein  Meisterwerk ersten Ranges zu werden.  Besondere Beachtung verdient das geplante  stilvolle Pastorat, dessen Bau jedoch einer  besseren zeit vorbehalten bleiben soll. Die Lage der Kirche ist überaus glücklich  gewählt. Fruchtbringende Acker, wohlgepflegte  Gartenanlagen werden der Kirche nach ihrer  Vollendung einen trefflichen Rahmen geben. Der Steinhof Zu den ältesten Bauwerken des  Dorfes Huckingen, früher Huckum  genannt, gehört der Steinhof. Über  die Geschichte dieses Hofes konnten  wir aus den verschiedenen  Geschichtsquellen wenig erfahren. Es  ist nicht ausgeschlossen, dass der  Steinhof zu dem nahe gelegenen  früheren adligen Hause Remberg  gehörte, das eine etwa 300 Jahre  alte Karte etwas nördlich von dort  verzeichnet, wo jetzt der Steinhof  liegt. Der trutzige Turm, die  schweren Mauern, die Bauweise  deuten daraufhin, dass auch der  Steinhof ein Alter von immerhin 300  Jahren besitzt. Gegenwärtig gehört der Steinhof mit zu den gräflichen  Spee’schen Besitzungen; er wird verwaltet von dem Landwirt Leuchten. Huckingen Huckingen, das  sich in den letzten  Jahren rasch  entwickelte, hat  seinen ländlichen  Charakter voll und  ganz bewahrt. Den ihm eigenen  Reiz hat sich  Huckingen nicht  nehmen lassen.  Auch heute noch  grüßen durch das  Grün der Gärten  und Hecken die weißgetünchten,  freundlichen Häuschen. Gerne sucht der Großstädter das traute,  anheimelnde Huckingen auf. Im Hintergrund ragt die katholische Kirche  empor, ein stolzer kühner Bau. Die St. Peter- und Paulskirche hat als Mutterkirche der südlichen  Kirchengemeinden der Bürgermeisterei eine reiche Vergangenheit.
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Katholische Kirche Buchholz
Huckingen
Der Steinhof
Evangelische Kirche Wedau
Innanansicht der kath. Kirche Wedau
Neue Kirche in Serm
Innenansicht der katholischen Kirche Wedau Ein Schmuckkästchen, das  zuwenig Beachtung findet, ist  die katholische Kirche in  Wedau. Das ganze Bauwerk, das sich  in glücklichster Weise der  Umgebung anpasst, ist in den  freien Stunden von den dort  wohnenden Beamten und  Arbeitern errichtet worden. Um die innere Ausschmückung  hat sich besonders Herr Lehrer  Sternberg, Wedau, verdient  gemacht, der nicht nur die  Ausmalung der Kirche  ausführte, sondern auch den  künstlerisch hochwertigen  Hauptaltar fast ganz in seinen  freien Stunden schuf. Frei von jedem handwerksmäßigen sind die  Farben wirkungsvoll zusammengestellt und der Schmuck regt zur  Andacht an. Besonders  angezogen wird das Auge des Beschauers durch den  prächtigen Hochaltar dessen  Hauptschmuck die  getriebenen Messingarbeiten  sind, die Türen des  Tabernakels, die großen  Messingplatten mit  Darstellungen aus der heil.  Schrift verdienen die größte  Aufmerksamkeit des  Kunstfreundes. Wir können  nur wünschen, dass das  traute Kirchlein auch über die  Grenzen der Gemeinde  hinaus verdiente Achtung  findet, und das der Künstler  Herr Sternberg die  Anerkennung erringt, die er  durch seine künstlerischen  Arbeiten in größtem Maße  verdient.
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